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Behandeln, wo der Schmerz beginnt: Schmerzkathetertherapie nach Prof. Racz
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Noch vor wenigen Jahren galt für Patienten mit Bandscheibenvorfall die Bandscheiben-Operation als Methode der Wahl. Mit der Zeit erkannte man aber, dass bei dieser Methode zu viele Komplikationen und Folgeprobleme auftreten, die den Patienten oft lebenslange Schmerzen bereiten und sogar zur Berufsunfähigkeit führen können. Mit der Kathetertherapie nach Prof. Racz gibt es nun eine Methode, die es erlaubt, ohne Messer schonend und effektiv das bestehende Problem bei Bandscheibenvorfällen mit seiner Ursache zu beseitigen.


Dabei wird ein feiner, flexibler Spiralkatheter unter lokaler Betäubung in die Wirbelsäule gelegt und an der Stelle des Vorfalls platziert. Durch diesen Katheter werden dann verschiedene entzündungshemmende Medikamente injiziert, welche den Reizzustand der Nerven beseitigen. Zusätzlich wird mithilfe von 10%iger Kochsalzlösung das ausgetretene Bandscheibengewebe ausgetrocknet. Wie bei einer Weintraube, die durch Austrocknen zur Rosine wird, schrumpft auch das ausgetretene Bandscheibengewebe und der Druck wird vom Nerven genommen.

Der Katheter wird für 3 - 4 Tage belassen, die Injektionen werden dabei täglich wiederholt. Die Patienten können ambulant versorgt werden und sich weitgehend normal bewegen.


Kleiner Eingriff - große Wirkung

Die Schmerzkathetertherapie nach Prof. Racz wurde in den USA entwickelt und ist weltweit anerkannt. In Deutschland gehört unsere Praxis zu den Vorreitern der Methode, in den vergangenen sieben Jahren haben wir etwa 3500 Patienten auf diese Weise behandelt. Inzwischen wurde die Racz-Methode wegen ihrer Effektivität auch von verschiedenen Universitätskliniken in der Bundesrepublik übernommen.

Durch diese Maßnahme konnte bei vielen Patienten eine offene Operation vermieden werden. Der beklagte Schmerz geht zumeist noch während der Injektionsbehandlung zurück. In den Wochen danach sollte jedoch eine gezielte krankengymnastische Therapie erfolgen. Hierbei muss die Kraft oder Muskulatur, aber auch die Koordination der einzelnen Muskelgruppen verbessert werden.


Indikationen für eine Schmerzkathetertherapie:

  • Akuter Bandscheibenvorfall auch bei beginnender
    Schwäche der peripheren Muskulatur

  • Fortdauernder Schmerz bei erfolgloser konservativer Therapie

  • Patienten mit internistischen Begleitproblemen, die
    einen operativen Eingriff nicht erlauben

  • Patienten mit postoperativen Narbenbildungen im Wirbelkanal

  • Knöcherne, verschleißbedingte Einengungen des Wirbelkanals und der Zwischenwirbellöcher



Vorteile der Schmerzkathetertherapie:

  • Risikoarme, minimal-invasive Methode

  • Örtliche Betäubung, keine Narkose erforderlich

  • Kein Risiko der Narbenbildung wie bei offenen Eingriffen

  • Ambulante Durchführung, keine stationären Rehakosten

  • Wiederholung der Therapie möglich



Nachteile der Methode:

  • Nicht bekannt





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